Wie ist der Aufbau eines monokristallinen Solarmoduls?

Inhalte im Überblick

Monokristalline Solarmodule gehören zu den effizientesten Photovoltaik-Modulen auf dem Markt – doch wie genau sind sie aufgebaut? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick ins Innere eines solchen Moduls und erklären die wichtigsten Bestandteile.

1. Die Solarzellen – das Herzstück

Im Kern eines monokristallinen Moduls befinden sich monokristalline Solarzellen. Sie bestehen aus reinem Silizium, das in einem aufwändigen Verfahren zu einem einzelnen Kristall („Monokristall“) gezogen wird.
Merkmale:

  • Hoher Wirkungsgrad (bis zu 22 %)
  • Dunkle, fast schwarze Farbe
  • Einheitliche Zellstruktur, was sie besonders leistungsstark macht

2. Die Frontabdeckung – Schutz gegen Umwelteinflüsse

Die Vorderseite des Moduls besteht aus gehärtetem Solarglas, das:

  • die Solarzellen vor Hagel, Wind und Wetter schützt
  • lichtdurchlässig ist, um möglichst viel Sonnenlicht durchzulassen
  • reflexionsarm beschichtet ist, um Verluste zu minimieren

3. Die Einkapselung – Schutzschichten im Inneren

Die Solarzellen sind in eine Folie aus EVA (Ethylen-Vinylacetat) eingebettet. Diese Schicht:

  • sorgt für elektrische Isolierung
  • schützt die Zellen vor Feuchtigkeit und mechanischer Belastung
  • hält die Zellen fest in Position

Diese EVA-Schichten befinden sich ober- und unterhalb der Zellstruktur.

4. Die Rückseitenfolie – das Rückgrat

Auf der Rückseite des Moduls sitzt eine wetterfeste Kunststofffolie (meist Tedlar). Sie sorgt für:

  • Schutz vor Feuchtigkeit von hinten
  • zusätzliche mechanische Stabilität
  • elektrische Isolierung

Bei bifazialen Modulen kann statt der Folie auch Glas verwendet werden (Glas-Glas-Modul).

5. Der Aluminiumrahmen – Stabilität und Montagehilfe

Der äußere Rahmen aus eloxiertem Aluminium:

  • schützt die Glaskanten
  • ermöglicht eine sichere Montage auf dem Dach
  • sorgt für Verwindungssteifigkeit des gesamten Moduls

6. Anschlussdose – der elektrische Zugang

Auf der Rückseite befindet sich eine Anschlussdose, in der die Plus- und Minuspole zusammengeführt werden.
Dort sind auch:

  • Bypass-Dioden verbaut, um Teilausfälle bei Verschattung zu verhindern
  • Anschlusskabel mit MC4-Steckern für die Verkabelung der Module

Fazit

Monokristalline Solarmodule sind technisch ausgeklügelt und präzise aufgebaut. Jede Schicht hat eine spezielle Aufgabe – gemeinsam sorgen sie für einen hohen Energieertrag, eine lange Lebensdauer und zuverlässige Leistung. Wer auf Effizienz und Qualität setzt, trifft mit monokristallinen Modulen die richtige Wahl.

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